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Innere und äußere Motivation – intrinsische und extrinsische Motivation

Kinder auf Nepalischaukel

Marc Twain sagte, dass das Leben in der Hauptsache nicht aus Tatsachen oder Geschehnissen bestehe. Er meint, es besteht im Wesentlichen aus dem Strom der Gedanken, der in jedem  Kopf tobt. Tatsächlich sind Neugierde und Interessen, Belohnung und Gruppendruck wesentliche Motive  in unserem täglichen Lernumfeld. Hinter jedem Ziel steht immer der Wille, dieses Ziel auch erreichen zu wollen, sonst wird es mit dem Ziel nichts.

Dies ist die Volition, der Wille, der als Grundlage für jede Motivation dient. Aus dem Willen erwächst die eigentliche Motivation: der Antrieb, ein Ziel zu erreichen. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen Druck von außen, Gruppendruck oder Belohnung, und einem Antrieb von  innen, einem Antrieb aus Neugierde oder Interesse.

Es hat sich herausgestellt, dass die Motivation, die aus dem Lernenden selbst entspringt, wenn auch schon immer durch die Kultur beeinflusst und konditioniert, länger anhält und intensiver ist, als die Motivation, die von außen kommt. Wir müssen also versuchen uns selbst von innen heraus so effektiv wie möglich zu motivieren. Das Fazit für den Trainer oder Vorgesetzten könnte also lauten, erkenne die innere Motivation des Klienten, des Zuhörers, des Mitarbeiters und wecke die innere Motivation.

Welche Bedeutung  hat Motivation und Lernen-Wollen für den Coaching-Bereich?

Erste Voraussetzung ist, dass der Lernende einen Sinn in seinem Tun erkennt, erkennen kann und damit  den Zusammenhang zu seiner beruflichen Situation herstellen kann. Wichtig ist es, dass man den Lernstoff transparent vermittelt, dann gelingt es dem Lernenden eine eigene Motivation zu schaffen. Den Lernenden soll bewusst werden, warum sie etwas lernen sollen und wollen, welchen Stellenwert das zu Lernende in ihrem Leben hat, welche Bedeutung es für die Allgemeinheit hat. Der Pegel der Motivation steht wesentlich niedriger, wenn Ihnen der Sinn nicht deutlich erscheint. Fazit ist also, machen Sie die Wichtigkeit des Ziels wie zum Beispiel des zu lernenden Stoffes immer wieder deutlich.

Tatsächlich wird der Sinn des Lernens erst in Verbindung mit den Zielsetzungen deutlich, da sollte man, um sich den Sinn wirklich klarmachen zu können, auch das Ziel möglichst klar formulieren und dieses immer als Hintergrund des Lernstoffes sehen können. Auch hier lautet ein Fazit, lassen Sie Ihre Klienten oder Mitarbeiter deren Ziele klar und deutlich formulieren!

Die Zielklarheit und das Erkennen des Sinnzusammenhangs allein werden als Dauer-Motivatoren allerdings keineswegs ausreichend. Es gilt das Gesamtziel in verschiedene, erreichbare Etappenziele zu unterteilen. Durch das Erreichen dieser Teilziele tritt ein mehr oder minder kleines Erfolgserlebnis ein. Dieser erlebte Erfolg wird die vorhandene Motivation verstärken. Fazit ist also: Fernziel sollten immer in kleinere, erreichbare Feinziele unterteilt werden. Über das Erreichen eines Teilziels sollte man sich freuen können und sich entsprechend belohnen, konditionieren (Motivation von außen selbst schaffen).

Fotocredit: Min Bajra, Nepali Times