Kommunikation, Moderation & Co

Ken Hubbard (1868 – 1930), US-amerikanischer Humorist und Karikaturist, sagte einmal, dass die Welt  nicht schlechter geworden sei; sondern dass wir  nur ein besseres Kommunikationsnetz haben.

Tatsächlich, wir müssen ständig  mit anderen kommunizieren. Die Argumente können aber noch so gut sein – wer sie nicht knapp und prägnant vertreten kann, hinterlässt einen schlechten Eindruck. Ausschweifende Erklärungen und Gerede lassen die Standpunkte viel schwächer erscheinen. Wer wiederum knackig überzeugen kann, hat auch das Zeug zur Führung. Mögen die Argumente inhaltlich noch so stark oder schwach sein – auf ihre Kommunikation kommt es an. Bekanntlich  macht der Ton die Musik. Wer sich in Ton und Wortwahl vergreift, kann schnell vorm Ende seiner Karriere stehen. Und immer wieder entstehen bei der Kommunikation Probleme, heute als „Herausforderung“ umbenannt; selbst scheinbar einfache Situationen bergen Tücken. Wer seinem Kollegen oder Geschäftspartner nicht in die Augen schaut, hinterlässt einen schlechten Eindruck. Es zeigt, dass man nicht interessiert ist, etwas zu verbergen hat oder sogar lügt. Oft gelingt es nicht, uns verständlich zu machen, geschweige denn uns durchzusetzen. Und ebenso oft begreifen wir unser Gegenüber nicht. Gespräche werden zum Streit, ohne dass uns so recht klar ist, warum.

Eine Führungskraft soll zum Beispiel Aufmerksamkeit und Interesse zeigen – für sein Projekt, die Konferenz, die Rede oder das Gespräch. Wer jedoch im Meeting auf dem Handy rumspielt, im Gespräch Fussel auf dem Pulli sucht oder seine Nägel begutachtet, gibt der Umwelt den Eindruck, sie nicht ernst zu nehmen.

Welche Erkenntnisse der Kommunikationspsychologie brauchen wir nun unbedingt, damit wir persönlich und sachlich besser miteinander klarkommen. Wie läuft zwischenmenschliche Kommunikation ab? Was sind die typischen Probleme? Und wie können wir sie beheben? Menschen haben unterschiedliche Kommunikationsstile, aber wie gehen wir damit jeweils am besten um?

Kommunikation ist eine Conditio sine qua non (notwendige Bedingung, die unerlässlich ist) des menschlichen Lebens und gesellschaftlicher Ordnung. Man kann „nicht nicht kommunizieren“. Der Mensch beginnt von den ersten Tagen seines Lebens an, die Regeln der Kommunikation zu erlernen, obwohl diese Regeln selbst ihm kaum jemals bewusst werden. Der achtsame Mensch, ist der, der besser verstehen will und durch die „richtige“ Anwendung der Kommunikationsregeln zu mehr Lebensfreude und Ansehen im Beruf gelangen möchte. Im Englischen heißt es, wie so oft im Englischen, klarer und deutlicher „mindfullness“; tatsächlich ist Achtsamkeit in aller Munde, es kann als eine Art von Aufmerksamkeit gesehen werden, bedarf allerdings eines besonderen Wahrnehmungs-und Bewusstseinszustandes.

Das Besondere an diesem Wahrnehmung-und Bewusstseinszustand ist, dass es absichtsvoll geschieht, sich auf den gegenwärtigen Moment und nicht auf Vergangenheit oder die Zukunft bezieht und vor allen Dingen nicht wertend ist.

Ob in Partnerschaft, Beruf, in Schule und Familie, ob geschäftlich oder privat – die „richtige“ Kommunikation erleichtert auch in schwierigen Situationen den Erfolg im Leben.

Mit einem tieferen Verständnis von Kommunikation lernt jeder, die Reaktionen seiner Mitmenschen besser zu interpretieren, andere besser zu verstehen. Auf diese Weise vertieft man sowohl seine Menschenkenntnis als auch seine Fähigkeit, sich selbst zu begreifen, und es fällt zum Beispiel weniger schwer, andere erfolgreich für eine Sache zu motivieren.

Das Wort Kommunikation stammt aus dem Lateinischen communicare und bedeutet „teilen, mitteilen, teilnehmen lassen; gemeinsam machen, vereinigen“. Wesentliche Aspekte unserer Sozialkompetenz sind Teilhabe, in der etwas als etwas Gemeinsames entsteht (lateinisch communio: „Gemeinschaft“, communis: „gemeinsam“).

Fotocredit: Min Bajra, Nepali Times

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